[Review] Logitech Illuminated Keyboard

 

Eine Logitechs neuester Tastaturkreationen, das Logitech Illuminated Keyboard, fand heute den Weg zu mir. Verpackt war das gute Stück eher mäßig in einem Luftpolsterumschlag, wofür ich dem Versender KG-Computer einen Tadel aussprechen muß, dafür erfolgte die Lieferung aber unglaublich schnell.

Wie gewohnt stürzte ich mich wie ein kleines Kind bei der Bescherung auf das Couvert, um das Stück Technik diesem zu entreißen. Zum Vorschein kam eine überraschend sparsame Verpackung, die gerade einmal etwa die Abmaße der Tastatur selbst in Breite und Tiefe besaß und ein wenig Raum nach oben bot; kein Vergleich zu der monströsen Verpackung meiner diNovo Edge beispielsweise. Im Inneren des Kartons fand sich im Grunde lediglich die obligatorische Plastikschale, die die nochmals von Plastikfolie umschlungene Tastatur beherbergte. Ruck zuck war auch das alles entfernt und die Tastatur landete prompt auf meinem Schreibtisch und wurde angeschlossen. Nach einer kurzen Erkennungsorgie seitens Windows war das Gerät einsatzbereit und ich konnte das erste Mal hintergrundbeleuchtete Tasten an meinem Arbeitsplatz bestaunen. Nach einer kurzen Vertippprobe Tippprobe attestiere ich der Tastatur ein gutes Tippgefühl, das aber mit dem des diNovo Edge nicht mithalten kann; der Tastenanschlag ist leise, die auch in dieser Tastatur wie auch schon beim diNovo Edge verwendeten PerfectStroke™- und ScissorSwitch-Technologien sorgen wiederholt für einen klaren Druckpunkt und angenehmen Tastenhub. Lediglich die ein wenig wackelig sitzenden Tasten stören im direkten Vergleich zum anderen Gerät, nach einer Weile Schreibarbeit jedoch nimmt man dieses Manko kaum mehr wahr.

Die beleuchteten Tasten sind in dunkler Umgebung ein klarer Pluspunkt und erleichtern die Suche nach nicht all zu oft verwendeten Tasten erheblich. Wenn man allerdings beim Tippen auf die Tasten guckt, kann es störend wirken, daß die Hintergrundbeleuchtung an heruntergedrückten Tasten vorbei scheint und so ein zum Teil irritierendes Flimmern verursacht.

Die Beleuchtung lässt sich in drei Stufen regulieren, und logischerweise umfassen diese Abstufungen einmal die höchste Helligkeitsstufe, mittlere und schwache Beleuchtung, ein viertes Drücken auf die für diese Einstellung vorgesehene Taste am oberen rechten Rand der Tastatur sorgt für ein Abschalten der Beleuchtung.

Die Beschaffenheit der Tasten selbst wirkt meiner Meinung nach billig, die Oberfläche ist einfach und glatt und bietet – es sei denn man neigt zu klebrigen Schweißfingern – weniger Halt als die leicht angerauten Tasten des diNovo oder diNovo Edge. Dies könnte allerdings auch den (ästhetischen) Vorteil bieten, daß nach langem und intensivem Gebrauch die Tasten weniger anfällig für blanke Stellen sind. Ob letzterer Punkt Logitechs Intention war, die Tasten so zu beschaffen, könnte natürlich sein, ich jedoch hätte bei einer 80€-Tastatur ein wenig mehr Haptik erwartet.

Ein weiterer Punkt, der mich – vielleicht nur der Möglichkeit des direkten Vergleichs wegen – an den Kopf fassen lässt, ist die abweichende Anordnung der Sonderfunktionstasten; denn während beim diNovo Edge die ersten vier F-Tasten wie folgt mit einer zweiten Funktion belegt sind, sind sie es beim Illuminated Keyboard genau andersherum.

diNovo Edge:

F1=Messenger/Skype

F2=QuickSearch

F3=E-Mail-Programm

F4=Browser

Illuminated Keyboard:

F1=Browser

F2=E-Mail-Programm

F3=QuickSearch

F4=Messenger

Danach geht es munter-lustig mit der abweichenden Belegung weiter, denn während beim diNovo Edge die Media-Funktionen über F5 bis F8 erreichbar sind, sind es beim Illuminated Keyboard die Tasten F9 – F12. Weiterhin erreicht man beim diNovo Edge Favoriten und Eigene Bilder, Dateien, Musik und Videos über F9 – F12, beim Illuminated Keyboard hingegen über F5 – F8. Daran sieht man meiner Meinung nach mal wieder, daß sich die Produktentwickler keine all zu großen Gedanken machen, oder man geht davon aus, es reiche, nur Neukunden zufrieden zu stellen. Was ist aber mit Umsteigern, die einen gewissen „Workflow“ gewohnt sind und diesen beibehalten wollen, die nicht erst die Belegung ihren Bedürfnissen anpassen wollen sondern einfach wie – von einem Produkt selben Herstellers wohlgemerkt – gewohnt damit arbeiten wollen?

Die Optik des Geräts kann hingegen durchweg überzeugen. Die Tasten sind in jeder Helligkeitsstufe gleichmäßig mit weißem Licht ausgeleuchtet, die Umrandung aus Plexiglas passt geradezu perfekt zu der Aero-Glass-Oberfläche von Windows Vista und die Färbung des hochwertiges Plastiks, aus dem der Rahmen der Tastatur ist, wirkt ebenso edel wie die leicht gummiartige, weiche Handballenauflage, die von einem schwarz glänzenden Streifen, in dem auf der rechten Seite bei Verwendung ebenfalls hintergrundbeleuchtete Symbole für Capslock, Scrolllock und Numlock eingelassen sind, vom Rest abgegrenzt wird. Einzig die orangefarbende Beleuchtung der Sonderfunktionstasten hätte man wie beim diNovo Edge gestalten können, sprich, daß diese nur eingeblendet wird, wenn man die FN-Taste drückt; so jedoch stört meiner Meinung nach das Orange im normalem Betrieb etwas.

Insgesamt ist es aber eine – wie von Logitech eigentlich auch nicht anders gewohnt – sehr hochwertige Tastatur, die mit ein wenig Denkarbeit seitens der Entwickler und Designer jedoch noch ein kleines Stück besser hätte werden können.

Das Nonplusultra wäre meiner Ansicht nach aber nach wie vor eine kabelgebundene diNovo Edge mit Ziffernblock und Hintergrundbeleuchtung; na ja, vielleicht kommt ja ein derartiges Gerät bald …

// Eigentlich hatte ich mir fest vorgenommen, dieses Mal direkt Fotos des Geräts mit zu veröffentlichen, bedauerlicherweise sind die Batterien in der Kamera leer und gerade keine weiteren in greifbarer Nähe, also bleibt mir abermals nichts anderes als zu sagen: Fotos werden irgendwann nachgereicht.

// Nun auch mit dilettantischen Fotos.

Logitech USB-Hub

Da sich meine Schwester schon einige Male über die dürftige Ausstattung mit USB-Ports ihres Notebooks, einem Samsung Q35 T5500 Bitasa 2, beschwerte, und von dem schon vor einiger Zeit von mir aufgetanenem Logitech Premium USB-Hub for Notebooks recht angetan war, beschloß ich, ihr ein solches zum Geschenk zu machen und somit Abhilfe zu schaffen.
Da gerade die Gelegenheit mitzubestellen günstig war, und auch ich dem optisch zum diNovo Edge passenden, aber auch sonst recht ansehnlichen Accessoire nicht abgeneigt war, wurden gleich zwei Exemplare bestellt, wenngleich meinerseits eigentlich keine Notwendigkeit zu dieser Anschaffung bestand, da mir im Grunde genügend USB-Ports zur Verfügung stehen, aber ich einen solchen Hub in meiner unmittelbaren Nähe doch als recht praktisch erachtete und natürlich auch der gelungen Optik wegen. Bestellt wurde natürlich bei Alternate.

Wenige Tage später durfte ich den Hub dann auch schon aus der unglaublich störrischen Plastikverpackung, aus welcher man vermutlich ohne größere Probleme Hitzeschilde für Raumfähren oder andere stärksten Belastungen ausgesetzte Bauteile hätte konstruieren können,  befreien. Zu finden war in der Verpackung neben dem Hub selbst ein USB-Kabel, ein Netzteil, eine kleine Tasche aus Netzgewebe und einer Art Neopren, um alles sicher zum Transport zu verstauen, sowie der üblichen „Papierkram“.
Die Unterseite des Geräts verfügt über eine Gummierung, was sowohl empfindliche Möbelstücke schützt, als auch für eine gewisse Standfestigkeit sorgt.

Sehr viel mehr gibt es an sich auch nicht über das Gerät zu schreiben. Es ist halt bloß ein USB-Hub. Zugegeben, mit seinem klavierlackschwarzen Äußeren und den vier in dezentem Grün leuchtenden LEDs, welche, abgesehen von der Power-LED, die natürlich bei eingeschaltetem Gerät ständig leuchtet, je nach verwendetem Port leuchten, ein außergewöhnlich schöner, aber im Großen und Ganzen doch nur ein USB-Hub. :-D

Bilder folgen in Kürze irgendwann mal.

Es ist nicht alles Gold, was glänzt

Wie viel Wahres doch in diesem Sprichwort steckt, kann es sich doch bei glänzenden Objekten auch zum Beispiel um die Logitech diNovo Edge handeln, wobei hier ausdrücklich erwähnt werden muß, daß die eigentliche Bedeutung des Sprichworts ganz und gar nicht auf diese Tastatur zutreffend ist. Schon der erste Eindruck nach dem Auspacken war, auch wegen des geradezu bestialischen Gestanks, der vermutlich seinen Ursprung im Lithium-Ionen-Akku hatte, überwältigend. Nach Entfernen der Schutzfolie, die so präzise auf dem Plexiglasteil verklebt war, daß ich sie nur mit großer Mühe als solche erkennen konnte, war ich noch um einiges mehr von der Eleganz, in der sich dieser designerische Geniestreich darbot, beeindruckt, denn erst jetzt konnte ich den wahren Glanz des Materials erkennen.
Nach genauerer Begutachtung, Betastung und einigen Minuten des Staunens, fand die Tastatur erst einmal ihren Weg in die ebenfalls hochglänzend schwarze Ladestation, von der ich Anfangs, aus Angst die Tastatur könnte die Oberfläche zerkratzen, nicht wagte, die Schutzfolie zu entfernen. Nachdem die Tastatur das erste Mal mit den Kontaktpunkten der Station in Berührung kam, folgte eine nächste, schön anzusehende Überraschung. Alle sonst im Verborgenen schlummernden LEDs, von denen ich zuvor noch auf keinem im Netz entdeckten Photo etwas gesehen hatte, blendeten ein, um nach einigen Sekunden wieder zu verblassen und die Tastatur in all ihrer schlichten Eleganz weiter laden zu lassen.

Derweil wurde SetPoint, Logitechs für die Konfiguration ihrer Peripheriegeräte bestimmte Software, aktualisiert, die ich zuvor lediglich für die MX Revolution installiert hatte.
Auf die Installation des der Tastatur beigelegten BlueTooth-Dongles verzichtete ich, und verband die Tastatur schlicht mit dem im Notebook integrierten Bluetooth-Adapter.

Nachdem dies geschehen und die Software entsprechend eingerichtet war, kam ich endlich in den Genuß, dieses Prachtstück in Betrieb zu nehmen, und was soll ich sagen; die Tastatur ist einfach perfekt! Sowohl Anschlag als auch Druckpunkt der Tasten sind sogar noch besser als beim diNovo Media Desktop, welchen ich vor einiger Zeit benutzte, und der jetzt bei meiner Schwester in Betrieb ist. Die Tasten haben so gut wie kein Spiel und auch die Lautstärke ist meiner Ansicht nach perfekt - nicht zu leise und vor allem nicht laut – und insgesamt eine enorme Wohltat gegenüber den schwergängigen, klapprigen und sehr lauten Tasten der Notebooktastatur.
Besonders faszinierend und überaus praktisch finde ich das integrierte Touchpad und den berührungsempfindlichen Bereich zur Anpassung der Lautstärke, welchen man aber auch mit anderen Funktionen belegen kann. 
Die Bedienung der Sondertasten, welche sich unter den F-Tasten verbergen, ist deutlich besser gelöst, als beim diNovo Media Desktop, bei welchem man per F-Umschalttaste den gesamten F-Tastenbereich umschalten mußte, um die Sonderfunktionen nutzen zu können und durch erneutes Drücken die Standardfunktionen reaktivierte.
Beim diNovo Edge hingegen erreicht man die Sonderfunktionen, ähnlich wie bei den meisten Notebooks, mittels einer Fn-Taste, die die jeweilige F-Taste nur über den Zeitraum des Drückens umschaltet.
Schade, daß Logitech auf diese Weise nicht auch einen Nummernblock integriert hat; dieser fehlt mir doch von Zeit zu Zeit.

Sehr schön ist ebenfalls, daß die Optik der Tastatur nicht durch Aufdrucke, die darüber informieren, welche Sonderfunktionen hinter den F-Tasten verborgen liegen, gestört wird, sondern, daß beim Drücken der Fn-Taste, die unter dem schwarz glänzenden Gehäuse der Tastatur versteckten, orange leuchtenden Symbole eingeblendet werden.
Dieses Leuchten findet man auch bei allen anderen Knöpfen, dem Touchpad und dem Lautstärkeregler, wenn diese verwendet werden.
Ansonsten hält sich die diNovo Edge im normalen Betrieb vornehm zurück, und nervt nicht mit irgendwelchen hellen Status-LEDs. Daß das Gerät betriebsbereit ist, sieht man lediglich an einem orangefarbenen Schalter, der einen kleinen, durchsichtigen Bereich am rechten Gehäuserand hinterlegt.

Alles in Allem ein grandioses Stück Hardware, und gleichzeitig das, worüber ich mich am meisten gefreut habe. Bis auf das Fehlen eines Nummernblocks, was eigentlich auch zu verschmerzen ist und das erhabene Logo auf der Handballenauflage aus gebürstetem Aluminium, das hin und wieder beim Darüberstreichen etwas stört, gibt es wirklich nichts auszusetzen, was bei einem Preis von 139€ auch zu erwarten sein sollte.

Bilder und Videos folgen in den nächsten Tagen Wochen oder Monaten.

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