Vorläufig ohne Titel

Vor ein paar Wochen begab sich in einer Spype Skype-Gruppenunterhaltung Folgendes.

Unsagbare Borniertheit

Zum einen fällt mir dazu dieses, mittlerweile vermutlich zu Weltruhm gelangte Zitat ein,

<Treibholz> schon möglich, dass der Firefox im Vergleich zu Galeon relativ gesehen schneller ist als unter debian.
  
<kowallke> kann schon sein, dass brote verglichen mit bananen grüner sind als in der nacht

zum anderen frage ich mich, wie tief im gemeinen Mac-User die Abneigung gegen Windows oder generell alle Microsoftprodukte und das Bedürfnis in jeder Situation, und sei es noch so unpassend, wie zum Beispiel in dem Ausschnitt der Unterhaltung zu sehen, diese Firma und/oder ihr Betriebssystem in den Dreck zu ziehen, verankert ist und warum das so ist.
Wie kommt es, daß ein Mensch geradezu reflexartig, auf die zur Sprache gebrachte Fehlfunktion eines Prozessors, anmerkt, daß der Windows-Taschenrechner immer noch Scheiße baut?

Noch merkwürdiger finde ich, warum sich so viele der Mac-User so extrem mit dem von ihnen genutzten Betriebssystem identifizieren, vollkommen der Ansicht sind, es sei in allen Bereichen besser und Leute, die ein anderes Betriebssystem und insbesondere Windows nutzen, gerne schlichtweg als „Untermenschen“ abstempeln …
Ich als Windows-Nutzer - aber vielleicht bin ich da auch bloß eine Ausnahme - habe kein Problem damit, einzugestehen, daß Mac OS und insbesondere Mac OS X sehr gelungene, ausgereifte Betriebssysteme sind. Aber: wie ausgereift wäre Mac OS ohne den Konkurrenten Windows? Wie ausgereift wäre Windows ohne den Konkurrenten Mac OS? Man braucht bei weitem kein Genie zu sein, um sich auszumalen, auf welchem Stand ein Betriebssystem heute wäre, wäre es das einzige; ganz gleich ob Windows oder Mac OS.
Womit ich hingegen ein Problem habe, ist die Art, die nicht gerade wenige Mac-User, aber auch vermehrt Windows-User, in Hinblick auf „den Feind“ an den Tag legen. Soll doch jeder das für ihn passende Betriebssystem nutzen und auch respektieren, daß andere Leute auch andere Vorlieben haben und gut ist’s. Ich finde es auch sehr gut, daß Apple mehr und mehr Marktanteile gewinnt, denn Konkurrenz belebt das Geschäft und es wird auch sicher auf eine verbesserte Kompatibilität hinauslaufen.
Und auch wenn viele denken, es würde ganz toll wirken, den imaginären Kontrahenten immer und immer wieder einen rein zu würgen, zu behaupten wie überlegen doch die eine Seite ist, wie erbärmlich die andere, den vermeintlich Schwächeren entweder ins eigene Boot zerren zu wollen, oder abzustoßen oder gar niederzumachen u.s.w.
Das ganze erinnert mich persönlich höchstens an zwei Sachen. Zum einen das typische Vorgehen von Sekten (den Großteil der Religionen inbegriffen) zum anderen an das Vorgehen einer großen, wenngleich nicht sonderlich positiv aufgefallenen Persönlichkeit des frühen zwanzigsten Jahrhunderts und dessen Gefolgsleute. Und das kann doch wohl kaum jemand ernsthaft wollen, oder?

Lustiger BSOD

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